Leserbrief von Ute Kubatschka

Veröffentlicht am 10.06.2019 in Lokalpolitik

Zum Artikel „Stadtspitze willnicht mehr“, LZ vom 1. Juni:

Das Skulpturenmuseum im Hofberg der Fritz und Maria Koenig Stiftung wurde als eigenständiges Museum mit einem hohen künstlerischen Anspruch errichtet. Der Stiftungsvorstand setzt sich paritätisch aus Vertretern der Stadt und aus dem Kulturbereich zusammen. In einer der ersten Sitzungen wurde Frau Stefanje Weinmayr als Leiterin des Skulpturenmuseums berufen und mit der Betreuung der Stiftung beauftragt. 1996 wurde der

Stiftungsvorstand mit der Erstellung eines Nutzungskonzepts beauftragt. Das beinhaltet auch die Entscheidung, welche Künstler und Werke neben Koenig ausgestellt werden. Infolge wurden alle Aktivitäten der Stiftung innerhalb und außerhalb des Skulpturenmuseums im  Stiftungsvorstand behandelt, beschlossen und turnusmäßig im Kultursenat der Stadt Landshut vorgestellt und die Zustimmung eingeholt. Frau Weinmayr setzte diese Beschlüsse stets mit großer Sorgfalt und Anerkennung um. Unter ihrer Leitung hat sich das Skulpturenmuseum zu einem modernen Museum auf der Höhe der Zeit entwickelt, mit einer Vielfalt an künstlerischen Angeboten. Nach dem Tode von Prof. Fritz Koenig im Februar 2017 hat Frau Weinmayr eine vorbereitete Ausstellung mit dem Künstler Marino Marini dem Stiftungsvorstand vorgeschlagen. Der Vorstand befürwortete eine Marino-Marini-Ausstellung im Jubiläumsjahr im Gegenzug zur Florentiner Retrospektive.

So weit, so gut. Leider kam dann alles anders. Herr Oberbürgermeister Putz stellte das Skulpturenmuseum unter das Dach des Stadtmuseums. Herr Dr. Niehoff wurde der Vorgesetzte von Frau Weinmayr. OB Putz bestätigte in der Zeitung, dass sich nichts ändern würde und Frau Weinmayr weiterhin Leiterin des Skulpturenmuseums bleibe. Was er jedoch verschwieg, ist die Tatsache, dass er alle Kompetenzen zur Führung eines Museums in die Hände von Herrn Niehoff legte. Frau Weinmayr stand also plötzlich vor dem Nichts. Laut Satzung der Stiftung hätte der Stiftungsvorstand im Vorfeld von diesem massiven Eingriff in die Leitung des Skulpturenmuseums gefragt werden müssen. Die Marino-Marini-Ausstellung wurde im Alleingang von Herrn Niehoff abgesagt, er hat sich somit über die Beschlüsse des Stiftungsvorstands und des Kultursenats hinweggesetzt. Herr Niehoff bestimmt jetzt alleine was im Skulpturenmuseum stattfindet. Frau Weinmayer hat sich redlich bemüht, das Erbe Fritz Koenigs zu verteidigen und die Stiftung Koenigs in dessem Sinne zu erhalten. Ihr Anspruch, wieder mehr Mitspracherecht in Stiftung und Museum zu erhalten, wurde von Seiten der Stadt auf eine ganz persönliche Ebene geschoben. Ein vom Gericht vorgeschlagenes Güterichterverfahren wurde „von der Stadtspitze die nicht mehr will“ jetzt bereits zum zweiten Mal abgelehnt. Eine Zusammenarbeit mit Frau Weinmayr ist von der Stadt nicht mehr erwünscht. Frau Weinmayr hat laut obigem Bericht von ihrem ehemaligen Vorgesetzten Herrn Bohmmeyer „stets nur erstklassige Bewertungen“ erhalten. Während in der Regel gute Benotungen der geleisteten Arbeit in vielen Betrieben zu Beförderungen führt, kann das bei der Stadtspitze Landshut sogar zum Verlust der Arbeitsplatzes führen.

Quo vadis, Skulpturenmuseum?

Ute Kubatschka

84032 Landshut

 

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